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Katharina Holderegger, 04.04.2024

Bilder, die in einem hängen bleiben: Alex Hanimann in der Galerie Skopia, Genf

Alex Hanimann, 1965 (Alphaville), 2023–24, Chinatinte auf Papier, 74 x 106 cm

In der Galerie Skopia zeigt Alex Hanimann (*1955) erstmals seinen gesamten Zyklus zum Filmemacher Jean-Luc Godard (1930–2022): As Close as Possible – As Far as You Know setzt Hanimanns Rückschau auf die Quellen seines intellektuellen Erwachens fort. Dazu rastert er Fotos der 1960er- und 1970er-Jahre mit Chinatinte auf Papierbögen so auf, dass sie unmittelbar vor den Augen zerfallen, während sie aus einer gewissen Entfernung wie durch einen Schleier in Erscheinung treten. Eingeleitet von der Neontextarbeit Where I am is you, sind die 25 auf Filmstills und Porträts von Godard basierenden Zeichnungen ein emotionaler Tribut von Hanimann an einen für ihn stets visionären Künstler, dessen politische Affinitäten – um 1968 von vielen geteilt – sich aus heutiger Sicht indes teilweise geradezu blind ausnehmen. AICAramba — der Blog von AICA Schweiz und Kunstbulletin.

Alex Hanimann, As Close as Possible – As Far as you Know, Galerie Skopia, Genf, bis 4.5.