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Gerhard Mack, 16.12.2025

Grösser und schlechter: Fondation Cartier in Paris

Fondation Cartier, Paris, Blick von der Rue de Rivoli, Courtesy Jean Nouvel/ProLitteris. Foto: Cyril Marcilhacy
Fondation Cartier, Paris Blick von der Rue de Rivoli, Courtesy Jean Nouvel/ProLitteris. Foto: Cyril Marcilhacy

Museen wollen wachsen. Das gilt auch für private Häuser. Die Fondation Cartier bewohnte in Paris einen ikonischen Glaspavillon von Jean Nouvel. Seit Oktober residiert sie neu unmittelbar beim Louvre in einem Gebäude von Georges-Eugène Haussmann. Die Ausstellungsfläche ist jetzt fünfmal so gross. Statt der lichten Architektur bietet Nouvel diesmal Maschinenästhetik. In der Mitte des Gebäudes hat er über 85 Meter lang fünf riesige Hebebühnen eingebaut, die Abwechslung garantieren sollen. Zusammen mit den monumentalen Schaufenstern wirkt die Präsentation der Sammlung in vier Kapiteln wie die Auslagen in einem Kaufhaus, das hier auch bis 1977 zuhause war. Ob das als Museumsmodell für uns schnell gelangweilte Zeitgenossen taugt, darf angesichts der unverbindlichen Präsentation von 600 Exponaten bezweifelt werden.


Exposition Générale, Fondation Cartier, Paris, bis 23.8.2026. Ausstellung und Katalog: Grazia Quaroni and Béatrice Grenier